Observationes Tafloricae
Folio 04 Observation

Glasfuchs

Vulpes vitrea, scheu, durchsichtig, und schwer zu zeichnen.

Glasfuchs
Tafel 2: Glasfuchs, nach einer Zeichnung aus Wunnthals Feldmappe.

Glasfuchs wurde von Erasmus von Wunnthal am dritten Morgen nach dem Nebelgang beschrieben. Die Erscheinung zeigt jene eigentuemliche Mischung aus botanischer Geduld und fast tierischer Absicht, die in Taflorien haeufiger beobachtet wird als eine eindeutige Artgrenze.

In den feuchten Stunden vor Sonnenhebung tritt eine schwache Lumineszenz an Rand und Nervatur hervor. Die Einheimischen vermeiden es, dem Phaenomen Namen zu geben, da jede Benennung nach ihrer Auffassung den Gegenstand veraendert.

Nota: Die Messung war schwierig, denn der Kompass zeigte waehrend der Beobachtung nach innen.

Weitere Untersuchungen muessen klaeren, ob es sich um Pflanze, Tier oder um eine langsam gewordene Erinnerung handelt.